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Island scheint das Land der Radfahrer zu sein, zumindest
nach den Massen an dick bepackten Tourenradlern auf
der Ringstrasse zu urteilen. Dabei sind die Bedingung
auf der Insel für Biker äußerst schlecht.
Der europäische Aussenposten nahe dem Polarkreis
ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter und den
extremen Wind. Vielleicht ist es gerade das, was eine
Islandumrundung so interessant macht. Doch die landschaftlichen
Schönheiten des Landes liegen eigentlich abseits
der Ringstrasse, die sich auf 1400 km rund um die Insel
zieht. Diese ist meist geteert und die Schotterabschnitte
schwinden mehr und mehr, also auch nicht gerade das
Revier für Mountainbiker. Islands Hochland zeichnet
da ein anders Bild. Nur wenige Schotterpisten durchziehen
diese Stein- und Lavawüste. Die Alternative zum
Tourenradeln auf Asphaltstrassen: Mit Auto und Fähre
nach Island reisen, die Topspots anfahren und dort mit
wenig Gepäck und bei guter Wettervorhersage die
Tour starten. So wird die Insel garantiert einen unvergesslichen
Eindruck hinterlassen. Wo sonst treffen Gegensätze
so nah aufeinander. Die größten Gletscher
Europas neben Vulkanen, Geysiren und heissen Quellen,
trockene Geröllwüsten im Hochland neben imposanten
Wasserfällen. Island ist ein Land für wetterfeste
Menschen mit Abenteuergeist, die die Naturschönheiten
in Einsamkeit und Abgeschiedenheit geniessen wollen.

Der Godafoss
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