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Der Mittlere Altas ist in der Regel schon im Frühjahr ein ideales Bikerevier. Die Skigebiete, denen man auf dem Weg begegnet deuten auf schneereiche Winter. Im Sommer sind Touren durch die hohen Temperaturen nur schwer möglich.

Tips

An einem der Nomadenzelte der Berber anhalten und die Gastfreundschaft der freundlichen Menschen geniessen. Auch mit sprachlichen Problemen bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Bevölkerung hier. Ein kleines Trinkgeld ist obligatorisch.

Der Mittlere Atlas

Schon eine halbe Autostunde von Fes und Meknes entfernt erreicht man den mittleren Atlas. Die Gegensätze könnten stärker nicht sein: Während man sich in den beiden Königsstädten im Marokko schlechthin befindet, fühlt man sich an den Ausläufern des Atlas wie im Elsaß. Reiche Franzosen haben sich hier im 20. Jahrhundert ihre zweite Heimat geschaffen. Villen im typisch französischen Stil liegen hier pitoresk an Seen inmitten von Nadelwäldern. Keine arabischen Medinas oder die typisch marokkanische Unordnung ist mehr zu finden. Hier sollte man ein letztes Mal Zivilisation tanken, bevor es dann tiefer in den Atlas geht. Die Landschaft ändert sich schon kurz danach. Immer rauher wird die Natur je näher man sich an die Sahara heran wagt. Hier findet man auch die mit Zedern bewaldeten Hochebenen des Mittleren Atlas. Aus ihrem Holz wurden die prächtigen Decken und Tore der Paläste und Mosheen Marokkos gefertigt.
Am Horizont sind schon die Gipfel des Atlas zu sehen. Auf dem Weg auf den Pisten begegnet man immer wieder berberischen Nomaden, die hier mit ihrem Vieh von der wenigen Vegitation leben, die die Natur hergibt. Dies reicht aber auch nur im Winter und Frühjahr. Im Sommer ist sogar für die genügsamen Schafe zu wenig zum Fressen da. Diese Menschen sind sehr gastfreundlich und freuen sich über jeden Besuch der die Eintönigkeit ihres Alltags durchbricht. Gerne wird man zu einem Glas Pfefferminztee eingeladen. Schwierig gestaltet sich nur die Kommunikation, da sie nur einen Dialekt des Berberischen sprechen. Selbst mit Französisch kommt man hier nicht weit.
Auf den einsamen Hochebenen im Süden des Mittleren Atlas trifft man nun aber nicht einmal mehr auf Nomaden. Man fühlt sich wie in der mongolischen Steppe. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen erträglich sind, und die Landschaft noch grün ist, finden Individualisten hier einen perfekten Spot zum Biken.


Touren

Der Mittlere Atlas ist ein Gebiet für Biker, die gerne über weitläufige, einsame Hochebenen fahren, als Selbstversorger im Zelt schlafen und naturverbunden die grandiose Landschaft erkunden wollen. Touren wie wir sie verstehen sind hier nicht zu finden. Am besten man besorgt sich eine Straßenkarte mit GPS-Koordinaten und fährt kreuz und quer durch die Landschaft.


Unterkunft

Bis auf Ifrane und Azrou, die alten Skiorte der französischen Kolonialherren, findet man keine Unterkünfte hier. Man sollte in jedem Fall eine Campingausrüstung dabei haben. Wild zelten kann man hier überall. Im Frühjahr führen die kleinen Bäche auch noch Wasser.


 


Idee und Design von Bernd Karl
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Letzte Aktualisierung: 16.06.2007